11 Tipps für einen erfolgreichen Blog

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28.10.19

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Vor über vier Jah­ren wur­de mei­ne Lust am Blog­gen ge­weckt und oh­ne jeg­li­che Er­fah­rung be­gann ich im Com­mu­ni­ty­be­reich der Ga­me­Star zu schrei­ben. Mitt­ler­wei­le ha­be ich mich zu ei­ner gro­ßen, rei­chen und über­haupt nicht ein­ge­bil­de­ten Be­rühmt­heit ent­wi­ckelt. Mein Er­folg ist Re­sul­tat kon­stan­ter Ver­bes­se­run­gen und der Ver­fei­ne­rung ei­nes per­sön­lich er­stell­ten Rat­ge­bers. Dar­aus möch­te ich nun 11 ex­klu­si­ve Aus­zü­ge an die Öf­fent­lich­keit brin­gen, mit de­nen je­der von euch au­ßer­or­dent­lich bes­se­re Tex­te ver­fas­sen kann!

1. Glaube

Der ers­te und wich­tigs­te Tipp den ich ge­ben kann, ist der Glau­be an euch selbst. Hab ihr die­sen, kann euch nichts auf­hal­ten! Vie­le von euch wer­den sich nicht trau­en, über kri­ti­sche – und da­mit in­ter­es­san­te – The­men zu spre­chen oder es fehlt gar der Mut über­haupt ei­nen Blog zu star­ten (und kommt bloß nicht mit der Aus­re­de ihr wür­det den Er­stell-Knopf nicht fin­den). Igno­riert ein­fach die Ge­fahr, dass in den Kom­men­ta­ren über je­den Schreib- oder Leicht­sinns­feh­ler her­ge­zo­gen wird und ihr Är­ger be­kommt, falls je­mand ei­ner an­de­ren, un­be­grün­de­ten und na­tür­lich fal­schen Mei­nung ist. So et­was ist nor­mal und für eu­re frei­wil­li­ge Zeit­op­fe­rung dürft ihr nicht zu viel von euch er­war­ten.

Seid euch im­mer be­wusst, dass es sich bei euch ja um kei­ne wirk­li­chen, aus­ge­bil­de­ten und be­zahl­ten Re­dak­teu­re han­delt. Auf Ga­me­Star, be­zie­hungs­wei­se über­all im In­ter­net wer­det ihr trotz­dem mit je­nen un­an­tast­ba­ren We­sen ver­gli­chen. Glaubt so­mit an eu­er Kön­nen, aber be­ach­tet im­mer eu­re Gren­zen – ihr seid je­den­falls bloß po­pe­li­ge (L-)User!

2. In der Kürze liegt die Würze

Nie­mand will viel le­sen, das gilt auch für euch. Denkt al­so an euch, wenn ihr eu­re ei­ge­nen, gran­dio­sen Wer­ke le­sen wollt und schreibt lie­ber zu we­nig als zu viel. Soll­te man sich nicht be­herr­schen kön­nen, hel­fen nur ra­di­ka­le Mit­tel: Löscht eu­ren ak­tu­el­len Ent­wurf. Ihr habt rich­tig ge­le­sen, wenn sich ein Ar­ti­kel der Fer­tig­stel­lung nä­hert, dann schmeißt ihn fort und schreibt ihn er­neut. Der Frust al­les noch ein­mal ma­chen zu müs­sen sorgt da­für, dass die neue Ver­si­on deut­lich kom­pak­ter wird und un­nö­ti­ge, schon wie­der ver­ges­se­ne Pas­sa­gen her­aus­flie­gen. Schreibt ihr di­rekt im Blog­sys­tem von Ga­me­Star, pas­siert das auch häu­fi­ger durch ver­se­hent­li­che Fens­ter­schlie­ßun­gen. Warn­hin­wei­se bei un­ge­spei­cher­ten Än­de­run­gen gibt es näm­lich nicht – *schluchz*.

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Bei per Hand erstellten Entwürfen helfen nur drastische Maßnahmen.

3. Seid ihr selbst – solange der Kunde König bleibt

Es dürf­te klar sein, dass ihr euch nicht ver­stel­len braucht und gar nicht sollt. Es kommt je­doch nicht ge­ra­de sel­ten vor, dass sich man­che für et­was bes­se­res hal­ten und ei­nen ge­wis­sen Sta­tus oder be­son­de­re Fä­hig­kei­ten an­dich­ten. Hier­zu zählt eben­falls das An­ge­ben. Wenn man bei ei­ner Re­zen­si­on sagt, das Spiel läuft flüs­sig, dann braucht man nicht mit sei­nem ima­gi­nä­ren High-End-PC prah­len. Die­se Din­ge ein­fach weg­las­sen – selbst wenn ihr euch je­ne leis­ten könn­tet. Es kommt halt nicht gut, wenn sich die Le­ser wie et­was min­der­wer­ti­ges füh­len. Be­han­delt sie wie eu­ren Boss und macht nichts was für Ver­är­ge­rung sor­gen könn­te – auch kei­ne dum­men Scher­ze.

4. Ein Bild sagt mehr als 1000 Zeichen

Vi­de­os sind deut­lich be­lieb­ter als Tex­te, da könnt ihr nichts dran än­dern – au­ßer selbst ei­ner die­ser geld­gie­ri­gen You­Tuber zu wer­den. Ar­ti­kel las­sen sich zu­min­dest mit der Hil­fe von Bil­dern auf­wer­ten. Auf kei­nen Fall könnt ihr es wa­gen, zei­len­wei­se Buch­sta­ben un­ter­ein­an­der zu häm­mern, oh­ne das Gan­ze nicht ein we­nig durch schi­cke Fo­tos auf­zu­lo­ckern. Be­su­cher die zu faul zum Le­sen sind, ha­ben so­mit we­nigs­tens ih­re Freu­de beim Bild­chen an­schau­en und es hilft so­gar euch beim Zu­recht­fin­den in län­ge­ren Ar­ti­keln.

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Erstellt einprägsame Schnappschüsse für euer Thema.

5. Stimmt schon

Der Glau­be aus dem ers­ten Tipp hilft auch gut, wenn man ein­mal nicht wei­ter­weiß. Nie­mand ist all­wis­send. Kennt ihr euch mit ei­nem The­ma über­haupt nicht aus, dich­tet ihr et­was zu­sam­men und ver­hal­tet euch da­bei so, als wä­re je­ne Aus­sa­ge in Stein ge­mei­ßelt. So wird das kei­ner hin­ter­fra­gen. Glaubt mir, ich ken­ne das von mei­nen ei­ge­nen, un­ter­ge­bil­de­ten und leicht­gläu­bi­gen Le­sern.

6. Eigene Webseite

Wenn eu­er Ge­schäft fahrt auf­nimmt, emp­feh­le ich euch oh­ne­hin ei­ne ei­ge­ne Web­sei­te mit eu­rem Blog zu hos­ten, die ihr dann bei den Ga­me­Star-Ein­trä­gen ver­lin­ken könnt. Ei­ner­seits er­mög­licht dies un­ab­hän­gi­ge Ein­nah­men durch Wer­bung, Coo­kies und Tra­cker, an­de­rer­seits blei­ben hier­durch die un­zen­sier­ten Ori­gi­na­le ewig er­hal­ten. Äu­ßert ihr näm­lich Schimpf­wor­te oder be­lei­digt Min­der­hei­ten, so grei­fen die gau­ne­ri­schen Mo­de­ra­to­ren ger­ne ein und ver­tei­len Ver­war­nun­gen. Im schlimms­ten Fall droht hier ein Bann und der kom­plet­te Blog lan­det im Nir­va­na.

7. Seid nicht kreativ

Ihr wollt Er­folg, al­so wagt kei­ne Ex­pe­ri­men­te! Sucht euch tren­di­ge The­men (zum Bei­spiel RTX) und lasst euch pas­sen­de Über­schrif­ten da­für er­zeu­gen, ru­hig auch wel­che mit Click­bait. Geht je­doch kei­nes­falls ei­ge­ne We­ge und stellt euch bei kri­ti­schen The­men im­mer auf die Sei­te der Mehr­heit.

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Automatisch-erzeugte und klickmagnet-optimierte Überschriften.

8. Korrekturvorlesen lassen

Da kaum je­mand im Deutsch­un­ter­richt auf­ge­passt hat, be­sit­zen die meis­ten Text­edi­to­ren ei­ne Recht­schreib­prü­fung. Al­ler­dings wird nie je­der Feh­ler er­kannt und so ist es un­er­läss­lich, das ei­ge­ne Do­ku­ment Pro­be zu le­sen. Da ich den Text schon ken­ne, nei­ge ich hier al­ler­dings schnell da­zu, zu has­tig zu le­sen und Tipp­feh­ler zu ver­pas­sen. Deut­lich bes­ser – und an­ge­neh­mer – ist es, sich das gan­ze ge­ra­de vor­le­sen zu las­sen. Falls ihr hier­für kei­nen But­ler be­sitzt, soll­te ei­ne ent­spre­chen­de Screen-Rea­der-Funk­ti­on eu­res Brow­sers ge­nü­gen.

9. Worum es wirklich geht

Fragt euch je­mand, dürft ihr na­tür­lich nur sa­gen, dass ihr aus Spaß schreibt oder an­de­ren ei­ne Freu­de ma­chen wollt, wäh­rend der wah­re Grund selbst­ver­ständ­lich der 60€-GOG-Gut­schein dar­stellt. Je­ner wird pro Mo­nat an den bes­ten Au­tor ver­ge­ben. Frü­her ent­schied der Com­mu­ni­ty-Ma­na­ger wel­che Per­son dies ist, mitt­ler­wei­le fin­det ei­ne für je­den Nut­zer zu­gäng­li­che Ab­stim­mung statt. Um ei­nen zu ge­win­nen, müsst ihr le­dig­lich im Blo­gein­trag die User freund­lich dar­auf hin­wei­sen, für euch zu vo­ten.

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Extra-Hürde für Rezensionen: Erst muss Mary überzeugt werden euren Test durchzuwinken.

Habt ihr nicht ge­nü­gend Views, so star­tet ihr Un­ter­hal­tun­gen mit be­lie­bi­gen Nut­zern und werbt im Fo­rum oder un­ter an­de­rer Leu­tens Ar­ti­kel für den ei­ge­nen Blog. Ei­ne In­fo in die Si­gna­tur pa­cken bringt nichts, die liest eh kei­ner. Des Wei­te­ren soll­tet ihr beim Er­schei­nen der Um­fra­ge als ers­ter ei­nen Kom­men­tar ver­fas­sen, in dem ihr die Kon­kur­renz lobt und be­haup­tet ihr hät­tet ei­nem da­von eu­re Stim­me ge­ge­ben – das aber kei­nes­falls wirk­lich ma­chen! Nach au­ßen wirkt ihr da­mit wie ei­ne vor­bild­lich höf­li­che Per­son und Nut­zer die kei­nen der prä­sen­tier­ten Bei­trä­ge ken­nen, wer­den aus Sym­pa­thie für euch stim­men. Im Not­fall eig­net sich auch das schlecht­re­den der Geg­ner: »In­ter­es­sant, dass der XYZ-Typ zur Wahl steht, wur­de er nicht schon ein­mal ver­warnt? Ich wür­de je­den­falls nicht für solch ei­nen Schwer­ver­bre­cher stim­men wol­len.«

10. Mary hat immer recht

Re­dak­teu­rin Ma­ry Marx trifft zu­min­dest noch ei­ne Vor­auswahl für die Um­fra­ge. Um al­so si­cher zu ge­hen, dass ihr über­haupt ei­ne Chan­ce auf die Koh­le habt, soll­tet ihr ei­nen gu­ten Ein­druck bei ihr hin­ter­las­sen. Seht ihr sie in den Kom­men­ta­ren oder im Pin­board mit ei­nem un­ge­hor­sa­men Troll dis­ku­tie­ren, so stellt euch auf ih­re Sei­te und ver­gebt Li­kes an sie. Es dürf­te klar sein, dass ihr nie­mals et­was kri­ti­sches oder an­satz­wei­se be­lei­di­gen­des be­züg­lich ih­rer Kör­per­grö­ße oder ähn­li­chem pos­ten dürft. Lobt sie, him­melt sie an oder schickt ihr ein­fach nur Glück­wün­sche zu Weih­nach­ten oder ih­rem Ge­burts­tag. Letz­te­res habt ihr die­sen Mo­nat hof­fent­lich recht­zei­tig ge­tan.

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11. Zeitpunkt ist Geld

Un­ser ma­te­ria­lis­ti­sches Ziel sorgt na­tür­lich auch da­für, dass wir kei­nen Auf­wand ver­geu­den wol­len. Seid ihr in ei­nem Zeit­raum be­son­ders flei­ßig, müsst ihr un­be­dingt auf­pas­sen, dass ihr eu­re Ar­ti­kel ter­min­lich ver­teilt, da pro Mo­nat ja nur ein­ma­lig 60€ ver­dient wer­den kön­nen. Auf Nach­fra­ge hat­te mir so­gar Ma­ry ge­beich­tet, sie neh­me höchs­tens ei­nen Bei­trag pro Schrei­ber­ling in die Wahl mit auf. Schießt euch al­so nicht selbst ins Knie.

Falls ihr nur sel­ten schreibt, müsst ihr un­be­dingt das En­de des Mo­nats ab­war­ten und über­prü­fen, ob es bis­her kei­nen all­zu kon­kur­renz­fä­hi­gen Blog­bei­trag oder Le­ser­test gibt. Not­falls ver­zö­gert ihr den Re­lease. Spie­le­ent­wick­ler ma­chen das eben­falls, für dies müsst ihr euch da­her nicht schlecht füh­len. Ihr könnt mich üb­ri­gens je­der­zeit fra­gen, wann mein nächs­ter an­steht – ei­ne Chan­ce da­ge­gen hät­tet ihr näm­lich nicht.

Dar­über hin­aus soll­ten die ganz fau­len un­ter euch aus­schließ­lich et­was ver­öf­fent­li­chen, wenn An­fang des nächs­ten Mo­nats ein Sa­le bei GOG an­steht. In mei­nem Fall wä­ren das die Ra­bat­te zu Hal­lo­ween.

Da­mit soll­te eu­rem Reich­tum nichts im Weg ste­hen. Viel Freu­de bei der Um­set­zung!

Oh, und na­tür­lich die Be­su­cher im­mer ans Li­ken und Fol­lo­wen er­in­nern! …das macht lei­der wirk­lich ei­nen Un­ter­schied.