Best News 03/18: Ihr glaubt nicht, was uns alles vertuscht wurde!!!

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Im März gab es wieder eine Menge Neuigkeiten, die von GameStar ignoriert wurden. Die wichtigsten dieser verpennten Erleuchtungen werde ich euch im Monats-Roundup #787 präsentieren. Vorab jedoch noch der Hinweis diese News direkt zu teilen, das ist nämlich der einzige Weg, um gegen die Nachrichtenselektierung der großen Magazine ankämpfen zu können!

HINWEIS: Bitte nur an ersten Aprilen lesen!

Getting Over It bekommt Nachfolger

Ein interner Brief zwischen Humble Bundle und Bennett Foddy ist an die Öffentlichkeit geraten (mittlerweile aber spurlos aus dem Internet verschwunden). Daraus geht hervor, dass sich der Nachfolger zum Indiehit Getting Over It wieder im aktuellen Humble Monthly befinden wird. Da die Spiele daraus am sechsten April verfügbar sein werden, rechnen wir – wie schon beim Vorgänger – mit einem zeitgleichen Release auf Steam.

Der erste Teil erschien im Dezember letzten Jahres und erreichte dank zahlreicher, vor dem Schwierigkeitsgrad verzweifelnden Streamern eine weltweite Aufmerksamkeit. Die extreme Härte immer höher zu steigen, sowie Bennett Foddys gängelnde Off-Kommentare nach jedem Versagen des Spielers, frustrierte viele Leute zu stark. Der neue Titel namens »Getting Down without Bennett Foddy« dreht den Spieß nun um! Das Voice-Over verschwindet nun komplett und der Mann im Topf beginnt seine Reise am höchsten Punkt, von wo aus er sich nur abwärts treiben lassen muss.

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Als weitere Verbesserung gibt es sogenannte Pot-Racer-Lootboxen, die schnittige Lackierungen für den Kessel beinhalten. Dadurch ergibt sich jedoch kein spielerischer Vorteil, die Änderungen sind nur rein optisch. Vorerst nur über den Echtgeldshop wird es zudem Verlängerungen für den Hammer zu kaufen geben, die den Abstieg nochmals erleichtern dürften. Es ist jedoch geplant, dass diese zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls im Spiel selbst gegrindet werden können. Wir freuen uns gespannt darauf! [Quelle]

»GameStar Minus« mit Lootboxen geleakt

Das seit vier Jahren betriebene Abomodell namens GameStar Plus erfreut sich großer Beliebtheit. Anfang März wurde schließlich verkündigt, dass das exklusive Angebot ausgebaut wird und drei neue Mitarbeiter gesucht werden. Nun stellt sich aber heraus, das dahinter ein noch viel größerer Plan steckt.

Der ehemalige GameStar-Mitarbeiter Andre Stange bestätigt uns gegenüber, dass in naher Zukunft das alternative Angebot »GameStar Minus« (GS-) an den Start gehen wird. Es soll keinesfalls Plus ablösen, stattdessen wird es eine günstigere Variante werden. Für lediglich 99 Cent pro Monat (beim 12-Monats-Abo) erhalten Mitglieder ausschließlich die Werbefreiheit und die Möglichkeit für weiteres Geld Packs zu erwerben, welche Guthaben für die eigene Cryptocurrency namens »GemStar« (G$) beinhalten, oder alternativ diese selbst zu schürfen. Damit ist es möglich selbst zu bestimmen, wie viel man über die Basisgebühr hinaus für GS- bezahlen will, denn mit den G$ kann man sich Lootboxen kaufen. Diese schalten dann eine beliebige GameStarTV-Folge oder einen exklusiv Reporte frei (sprich, die Inhalte von GS+), welche einem dann jeweils 48 Stunden zur Verfügung stehen. Damit man nicht endlos Truhen öffnen muss bis man den gewünschten Inhalt findet, gibt es sie in verschiedenen Preisstufen. Einzig die Billig-Box (100 G$) enthält ein beliebiges Material aus dem ganzen Sortiment; für einen Aufpreis kann man jedoch die Auswahl auf Artikel und Videos beschränken, die nicht älter als entweder ein Jahr (400 G$) oder ein Monat (3500 G$) sind.

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Werbegrafik: Sie bestätigt uns, dass der Leak echt sein muss!

Unsere Quelle erklärt, dass dieses Geschäftsmodell sehr gut bei dem jüngeren Publikum ankommen soll und damit eine größere Zielgruppe angelockt werden kann. Dies ging aus der im letzten Jahr gestellten Umfrage hervor. Darüber hinaus würden viele Nutzer lieber ihren Rechner zum Minen verwenden anstatt mit »echtem« Geld zu zahlen. Momentan wird noch an den Öffnungsanimationen der Kisten gearbeitet und der Preis der G$-Packs angehoben, im Mai soll der Dienst jedoch schon starten. Solange warten wir voller Vorfreude, denn es scheint sich um ein außerordentlich faires Angebot zu handeln! [Quelle (geheim)]

Grafik-Saboteure vor Gericht

Viele Gamer dürften schon des Öfteren gemerkt haben, dass das in Trailern gezeigte Material irgendwie ein gutes Stück hübscher ausschaut, als das finale Produkt. Dabei müsste sich die Grafik doch eigentlich bis zu Release hin weiterentwickeln und schöner werden. Wie sich nun herausstellt, steht eine Gruppe Krimineller vor Gericht, die – eingeschleußt bei den größten Publishern – von innen heraus Downgrades an der Grafikengine betrieben haben. Besonders Ubisoft wurde hier in der Vergangenheit stark getroffen, indem diese Personen alle Hi-Res-Texturen gelöscht haben, einst realistische Beleuchtungsberechnungen verfälschten und Polygone verschwinden lassen haben.

Bei Watch Dogs versuchte damals die Modding-Community die Grafik zu retten, indem sie verschollen geglaubte Effekte reaktivierten und bei Rainbow Six: Siege arbeitet Ubisoft selbst an konstanten Grafikverbesserungen. Trotzdem, in beiden genannten, sowie in 42 weiteren Fällen, war der angerichtete Schaden irreversibel und trotz aller Bemühungen bleibt die Trailerqualität unerreichbar.

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Anno 1800: links die Trailer-Grafik, rechts die Retail-Grafik (lief bei mir nur auf »Mittel«)

Präsident Trump forderte per Twitter die Todesstrafe für alle Mitglieder der Schwerverbrecherbande, die Entscheidung der Geschworenen fällt jedoch erst kommenden Dienstag. Sollten wir es bis dahin nicht vergessen, gibt es ein News-Update hierzu. Für die Zukunft erhoffen wir uns jedoch, dass kommende Games endlich die Schönheit erhalten, die sie verdienen! [Quelle]

Neues Bezahlmodell für Online-Rennspiele vorgestellt

Racing-Fans aufgepasst: Slightly Sad Studios kündigen ein neues Bezahlmodell für ihre beliebte Renn-Sim iFactor Corsa an. In Online-Modi trifft man häufig auf respektlos rammende Rüpel, die einem durch ihre aggressive Fahrweise abdrängen, beschädigen und verlangsamen, und damit letztlich sogar das Rennen und den Spaß verderben können. Um dies in Zukunft verhindern zu können, werden Beschädigungen nicht einfach nach Turnieren zurückgesetzt, sondern müssen in einer Ingame-Werkstatt repariert werden. Bei einem Crash muss jedoch der Unfallverursacher alle Reparaturkosten tragen! Selbstverständlich kann man natürlich die Werkstatt nur mit Echtgeldwährung verwenden, damit ein Totalschaden auch realistische Schmerzen verursacht (zumindest für die Geldbörse). Verkehrsexperten sprechen hier von einem fantastischen Schritt, um kleinen Kollisions-Kiddies das verantwortungsvolle Fahren beizubringen. Es ist nämlich deutlich sicherer, wenn sie jetzt ihr Taschengeld abdrücken, anstatt später als junge Erwachsene im Krankenhaus landen.

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Gewalt in Computerspielen: Gehören solch schlimme Szenen bald der Vergangenheit an? [WebP, kein echtes GIF]

Aktuell gibt es noch ein paar kleinere Probleme, so kann in einigen wenigen Fällen, besonders bei Massenkarambolagen, der falsche Spieler verurteilt werden, daran wird aber schon gearbeitet. Ein weiterer Nachteil ist, dass man bereits vor Antritt eines Rennens genügend Geld eingezahlt haben muss, um theoretisch für die totale Zerstörung aller beteiligten Wagen bürgen zu können. Hier soll ausgebessert werden, indem man später einfach seine Kreditkartennummer als Pfand angeben darf. All das kommt auch überraschend gut bei der Mehrheit der Community an – klar, einen aufschreienden Teil armer Würstchen wird es immer geben – einzig die Tatsache, dass man auch für Verschleißerscheinungen der Räder oder Aufhängung aufkommen muss, erschrickt viele Fahrer. Die Macher versichern aber, dass man sich daran recht schnell gewöhnen wird und ja immerhin nicht für Benzin geblecht werden muss. Wir warten solange gespannt auf den Sprit-DLC und hoffen, dass es in Zukunft für solch kreative Finanzierungsmöglichkeiten eine Aufwertung in den Reviews geben wird. [Quelle]

Mann findet HDD mit Bitcoin-Millionen wieder, AMD zerstört Bitcoin(s)

Letzten Dezember dürften viele von euch auf die News über den Briten gestoßen sein, der vor Jahren 7500 Bitcoins wegwarf, heute damit jedoch Multimillionär hätte werden können. In einem schier aussichtslosen Versuch die Festplatte wiederzufinden, wurde sich fleißig durch den Dreck der damals zugeschütteten Mülldeponie gebuddelt und tatsächlich, die Platte konnte jüngst geborgen werden! Mit einem Sanitätshubschrauber wurde sie schnellstmöglich zur nächsten IT-Zentrale geflogen und in der dortigen Intensivstation behandelt. Äußerlich war die Patientin in einem sehr schlechten Zustand, doch die inneren Mechaniken schienen nicht allzu stark beschädigt worden zu sein. In einem langwierigen Wiederbelebungsakt, konnte ihr Herz schließlich zum Rotieren gebracht werden. Damit sollte das Schlimmste überstanden sein und die Gebete ihres Solid-State-Mannes waren nicht vergebens!

Die besten Software-Chirurgen machten sich schließlich an die Datenrekonstruktion und tatsächlich, vorgestern wurde uns von offizieller Seite mitgeteilt, dass die Reboot-OP erfolgreich und ohne Bluescreen abgeschlossen werden konnte. Für die Patientin folgt nun nur noch eine Woche Bett-Standby bevor ihr glücklicher Besitzer die Bitcoins für mehrere Millionen verkaufen kann. Huch… äh, einen Moment… ernsthaft? … E-Entschuldigen Sie die kurze Unterbrechung, die Ereignisse überschlagen sich hier gerade, wie mir soeben mitgeteilt wurde, sind Bitcoins jetzt nichts mehr wert!

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Die Geschichte erscheint selbst mir fast wie erfunden, ist aber die Wahrheit. Folgendes: Hardwarehersteller AMD hatte in den letzten Monaten einen erheblichen Umsatz im Grafikkartensektor erwirtschaftet, da die GPUs besonders gerne zum »Mining« von Kryptowährungen verwendet werden. Der extreme Andrang sorgte dafür, dass die Karten für uns Spieler fast immer ausverkauft oder nur zu übertriebenen Preisen verfügbar sind. Selbst auf die deutlich unterlegenen nVidia-Modelle stürtzten sich die Miner mittlerweile. So weit, so unspannend. Interessant wird jetzt erst, dass AMD für solche Fälle spezielle Vorbereitungen getroffen hat.

Scheinbar wurde ein gewollter »Fehler« implementiert. Dieser blieb jedoch unentdeckt, da er inaktiv schlummerte. Sobald schließlich die BIOS-Uhr 00:00:00 am 31.03.2018 anzeigt, wird der Fehler aktiviert. Das einzige was hier jedoch verursacht wird, sind Berechnungsfehler beim Minen, die den eigentlichen Wert mit 2^11 (2048) dividieren. Dies sollte erst einmal nichts schlimmes sein, da immer unzählige Rechner an einem Coin »hashen« und dann Fehlberechnungen durch einen Mehrheitsbeschluss erkennen können. Leider sind alle Fury-, Polaris- und Vega-GPUs betroffen, welche zumindest bei Ethereum zusammen die Mehrheit der schürfenden Karten ausmachen. Dadurch wurde dann auch das fehlerhafte Ergebnis als eigentliche Wahrheit angesehen, dies nennt man eine »51%-Attacke«. Insgesamt wurden »nur« Transaktionen im Bereich von etwas mehr als zehn Prozent des gesamten Ether-Vorrates und weniger als ein Prozent aller Bitcoins vernichtet, bevor das Fehlverhalten großflächig auffiel. Da jedoch Ungewissheit herrscht, ob die Grafikkarten jemals wieder richtig schürfen können, und besonders das verlorene Vertrauen in die Sicherheit solcher Währungen, führte zu einem globalen Einbruch jeglicher Cryptocurrencies!

Aber Achtung, aus Spielersicht muss man sich keine Sorgen machen, dieser Fehler tritt bei keiner Office- oder Spieleanwendung auf. Man dürfte sich sogar freuen, da Karten nun bald wieder bezahlbar sein werden. Miner sind hier jedoch stark verärgert, AMD weist sie jedoch auf die eigenen AGBs hin, dort wird – leicht abstrakt – von solch einem Szenario gesprochen und klar gemacht, dass dies rechtens ist. Tja, wer ließt denn auch schon AGBs, ich hab selbst durch das Kleingedruckte meine beiden Erstgeborenen als Tilgung abdrücken müssen… naja, kommen wir lieber zur letzten Meldung. [Quelle]

GameStar bestohlen, Imitatoren aufgetaucht

Vor einiger Zeit sind unsere Investigativjournalisten auf einen YouTube-Kanal namens »GamePro« gestoßen, dessen Videos einfach gestohlene Reuploads des GameStar-Contents sind! Es finden sich dort nicht alle Clips, vermutlich wurden nur die gewinnversprechendsten herausgepickt. Immerhin bleiben die Views meist unter tausend Stück und außerdem laufen die Videos bloß mit 30 statt 60 fps und das Bild ist ebenfalls nur hochskaliertes 4K.

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links die Betrüger, rechts GameStar​

Alle von uns überprüften Videos waren eindeutige Kopien (im obigen Screenshot durchgestrichen), samt Thumbnail und Überschrift. Eine Ausnahme macht »Hallo, Natascha!«, zum einen wurde der Person im Titel einfach ein erfundener Nachname angehängt, zum anderen änderte sich das Vorschaubild. Dieses zeigt nun nur noch eine Person (wir vermuten, dass es sich hierbei um Natascha B. handeln könnte) im Gegensatz zu den beiden Leuten im Original (höchstwahrscheinlich um eine Verwechslung zu vermeiden). Außerdem wurde das GameStar-Logo aus dem Hintergrund entfernt und durch das der Betrüger ersetzt. Des Weiteren kann man feststellen, dass »GameStars 2017« in »GamePos 2017« umbenannt wurde (das mit dem Po ist wohl nur ein vergessenes »r«), jedoch die zugehörige Grafik nicht angepasst wurde (wir denken, dass dies die Photoshop-Skills der Fälscher überstieg).

Vor rund drei Monaten hat unser Team dann in den Kommentarbereichen jene Anschuldigungen kundgetan. Diese wurden von den Betreibern leider schnell wieder gelöscht, seither gab es aber auch keine neuen Uploads mehr! Das dachten wir zumindest, vor zwei und vor einer Woche wurde wieder je ein geklautes Video veröffentlicht. Dies spornte unser Team zu weiteren Ermittlungen an. Ein Informant wies uns darauf hin, dass die Diebe nun sogar eine gleichnamige Webseite betreiben. Schaut man sich deren News etwas genauer an, merkt man auch hier, dass es einfach nur Copy&Paste-Klone der GameStar-Meldungen sind. Das Design wurde ebenso fast identisch nachgebaut (die Startseite sogar schöner). Wir ertappen sie jedoch bei einem riesigen Schnitzer: dem Impressum!

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Es fällt direkt auf, bei »Jugendschutzbeauftragter« wurde oben das hinterste »t« vergessen. Auf den zweiten Blick stechen die Anfangsbuchstaben der Nachnamen hervor, sie ergeben die eindeutige Nachricht: »FAKE«! Bei diesen Worten kann es einem nur eiskalt den Rücken hinunterlaufen und unsere anfänglichen Befürchtungen scheinen sich nun noch zu verschlimmern.

Auf Wikipedia finden wir weitere Puzzleteile. Über das echte, 1989 gegründete GamePro steht dort nämlich: »On November 30, it was announced that GamePro as a website would be shutting down on December 5, 2011. GamePro then sold its DNS-Servers on an auction.« Diese Server scheinen also damals in die falschen Hände gefallen zu sein und erlaubten es den Betrügern ihre eigene GamePro-Seite zu hosten, unmöglich.

Motiviert von den neuen Entdeckungen, schaffte es unser Hackerteam über den Quelltext des Kontaktformulars an eine E-Mailadresse der Betreiber zu gelangen. Erneut bombardierten wir sie mit allen gefundenen Anschuldigungen und baten um eine Stellungnahme. Endlich wurde reagiert: »Was? Ich weiß nicht wovon Sie sprechen.« Ganz klar wollen die also die Wahrheit vertuschen – einfach ahnungslos tun, sehr billige Taktik. Spätere Anfragen wurden einfach ignoriert, ein eindeutiges Indiz also, dass sie ordentlich Dreck am Stecken haben! Die einzige Änderung die wir bewirken konnten, bleibt das kommentarlose Verbessern des Jugendschutzbeauftragter-Schreibfehlers (das Internet vergisst jedoch nichts). Alle weiteren Untersuchungen überlassen wir der Kripo. [Quelle]

Nur noch einmal zur Klarstellung, das über die GamePro soll lediglich ein Scherz sein, also eigentlich ist es der komplette Beitrag, aber dieser Abschnitt ganz besonders! Und Danke an Sandro, für das Ändern des Impressum-Tippfehlers ;)