Best News 03/18: Ihr glaubt nicht, was uns alles vertuscht wurde!!!

9 min

1.4.2018

news

Im März gab es wie­der ei­ne Men­ge Neu­ig­kei­ten, die von Ga­me­Star igno­riert wur­den. Die wich­tigs­ten die­ser ver­penn­ten Er­leuch­tun­gen wer­de ich euch im Mo­nats-Round­up #787 prä­sen­tie­ren. Vor­ab je­doch noch der Hin­weis die­se News di­rekt zu tei­len, das ist näm­lich der ein­zi­ge Weg, um ge­gen die Nach­rich­ten­se­lek­tie­rung der gro­ßen Ma­ga­zi­ne an­kämp­fen zu kön­nen!

HINWEIS: Bitte nur an ersten Aprilen lesen!

Getting Over It bekommt Nachfolger

Ein in­ter­ner Brief zwi­schen Hum­ble Bund­le und Ben­nett Fod­dy ist an die Öf­fent­lich­keit ge­ra­ten (mitt­ler­wei­le aber spur­los aus dem In­ter­net ver­schwun­den). Dar­aus geht her­vor, dass sich der Nach­fol­ger zum In­die­hit Get­ting Over It wie­der im ak­tu­el­len Hum­ble Month­ly be­fin­den wird. Da die Spie­le dar­aus am sechs­ten April ver­füg­bar sein wer­den, rech­nen wir – wie schon beim Vor­gän­ger – mit ei­nem zeit­glei­chen Re­lea­se auf Steam.

Der ers­te Teil er­schien im De­zem­ber letz­ten Jah­res und er­reich­te dank zahl­rei­cher, vor dem Schwie­rig­keits­grad ver­zwei­feln­den Strea­mern ei­ne welt­wei­te Auf­merk­sam­keit. Die ex­tre­me Här­te im­mer hö­her zu stei­gen, so­wie Ben­nett Fod­dys gän­geln­de Off-Kom­men­ta­re nach je­dem Ver­sa­gen des Spie­lers, frus­trier­te vie­le Leu­te zu stark. Der neue Ti­tel na­mens »Get­ting Down wit­hout Ben­nett Fod­dy« dreht den Spieß nun um! Das Voice-Over ver­schwin­det nun kom­plett und der Mann im Topf be­ginnt sei­ne Rei­se am höchs­ten Punkt, von wo aus er sich nur ab­wärts trei­ben las­sen muss.

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Als wei­te­re Ver­bes­se­rung gibt es so­ge­nann­te Pot-Racer-Loot­bo­xen, die schnit­ti­ge La­ckie­run­gen für den Kes­sel be­inhal­ten. Da­durch er­gibt sich je­doch kein spie­le­ri­scher Vor­teil, die Än­de­run­gen sind nur rein op­tisch. Vor­erst nur über den Echt­geld­shop wird es zu­dem Ver­län­ge­run­gen für den Ham­mer zu kau­fen ge­ben, die den Ab­stieg noch­mals er­leich­tern dürf­ten. Es ist je­doch ge­plant, dass die­se zu ei­nem spä­te­ren Zeit­punkt eben­falls im Spiel selbst ge­grin­det wer­den kön­nen. Wir freu­en uns ge­spannt dar­auf! [Quel­le]

»GameStar Minus« mit Lootboxen geleakt

Das seit vier Jah­ren be­trie­be­ne Abomo­dell na­mens Ga­me­Star Plus er­freut sich gro­ßer Be­liebt­heit. An­fang März wur­de schließ­lich ver­kün­digt, dass das ex­klu­si­ve An­ge­bot aus­ge­baut wird und drei neue Mit­ar­bei­ter ge­sucht wer­den. Nun stellt sich aber her­aus, das da­hin­ter ein noch viel grö­ße­rer Plan steckt.

Der ehe­ma­li­ge Ga­me­Star-Mit­ar­bei­ter And­re Stan­ge be­stä­tigt uns ge­gen­über, dass in na­her Zu­kunft das al­ter­na­ti­ve An­ge­bot »Ga­me­Star Mi­nus« (GS-) an den Start ge­hen wird. Es soll kei­nes­falls Plus ab­lö­sen, statt­des­sen wird es ei­ne güns­ti­ge­re Va­ri­an­te wer­den. Für le­dig­lich 99 Cent pro Mo­nat (beim 12-Mo­nats-Abo) er­hal­ten Mit­glie­der aus­schließ­lich die Wer­be­frei­heit und die Mög­lich­keit für wei­te­res Geld Packs zu er­wer­ben, wel­che Gut­ha­ben für die ei­ge­ne Cryp­to­cur­ren­cy na­mens »GemStar« (G$) be­inhal­ten, oder al­ter­na­tiv die­se selbst zu schür­fen. Da­mit ist es mög­lich selbst zu be­stim­men, wie viel man über die Ba­sis­ge­bühr hin­aus für GS- be­zah­len will, denn mit den G$ kann man sich Loot­bo­xen kau­fen. Die­se schal­ten dann ei­ne be­lie­bi­ge Game­Star­TV-Fol­ge oder ei­nen ex­klu­siv Re­por­te frei (sprich, die In­hal­te von GS+), wel­che ei­nem dann je­weils 48 Stun­den zur Ver­fü­gung ste­hen. Da­mit man nicht end­los Tru­hen öff­nen muss bis man den ge­wünsch­ten In­halt fin­det, gibt es sie in ver­schie­de­nen Preis­stu­fen. Ein­zig die Bil­lig-Box (100 G$) ent­hält ein be­lie­bi­ges Ma­te­ri­al aus dem gan­zen Sor­ti­ment; für ei­nen Auf­preis kann man je­doch die Aus­wahl auf Ar­ti­kel und Vi­de­os be­schrän­ken, die nicht äl­ter als ent­we­der ein Jahr (400 G$) oder ein Mo­nat (3500 G$) sind.

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Werbegrafik: Sie bestätigt uns, dass der Leak echt sein muss!

Un­se­re Quel­le er­klärt, dass die­ses Ge­schäfts­mo­dell sehr gut bei dem jün­ge­ren Pub­li­kum an­kom­men soll und da­mit ei­ne grö­ße­re Ziel­grup­pe an­ge­lockt wer­den kann. Dies ging aus der im letz­ten Jahr ge­stell­ten Um­fra­ge her­vor. Dar­über hin­aus wür­den vie­le Nut­zer lie­ber ih­ren Rech­ner zum Mi­nen ver­wen­den an­statt mit »ech­tem« Geld zu zah­len. Mo­men­tan wird noch an den Öff­nungs­ani­ma­tio­nen der Kis­ten ge­ar­bei­tet und der Preis der G$-Packs an­ge­ho­ben, im Mai soll der Dienst je­doch schon star­ten. So­lan­ge war­ten wir vol­ler Vor­freu­de, denn es scheint sich um ein au­ßer­or­dent­lich fai­res An­ge­bot zu han­deln! [Quel­le (ge­heim)]

Grafik-Saboteure vor Gericht

Vie­le Ga­mer dürf­ten schon des Öf­te­ren ge­merkt ha­ben, dass das in Trai­lern ge­zeig­te Ma­te­ri­al ir­gend­wie ein gu­tes Stück hüb­scher aus­schaut, als das fi­na­le Pro­dukt. Da­bei müss­te sich die Gra­fik doch ei­gent­lich bis zu Re­lease hin wei­ter­ent­wi­ckeln und schö­ner wer­den. Wie sich nun her­aus­stellt, steht ei­ne Grup­pe Kri­mi­nel­ler vor Ge­richt, die – ein­ge­schleußt bei den größ­ten Pu­blishern – von in­nen her­aus Down­gra­des an der Gra­fi­ken­gi­ne be­trie­ben ha­ben. Be­son­ders Ubi­soft wur­de hier in der Ver­gan­gen­heit stark ge­trof­fen, in­dem die­se Per­so­nen al­le Hi-Res-Tex­tu­ren ge­löscht ha­ben, einst rea­lis­ti­sche Be­leuch­tungs­be­rech­nun­gen ver­fälsch­ten und Po­ly­go­ne ver­schwin­den las­sen ha­ben.

Bei Watch Dogs ver­such­te da­mals die Mod­ding-Com­mu­ni­ty die Gra­fik zu ret­ten, in­dem sie ver­schol­len ge­glaub­te Ef­fek­te re­ak­ti­vier­ten und bei Rain­bow Six: Sie­ge ar­bei­tet Ubi­soft selbst an kon­stan­ten Gra­fik­ver­bes­se­run­gen. Trotz­dem, in bei­den ge­nann­ten, so­wie in 42 wei­te­ren Fäl­len, war der an­ge­rich­te­te Scha­den ir­rever­si­bel und trotz al­ler Be­mü­hun­gen bleibt die Trai­ler­qua­li­tät un­er­reich­bar.

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Anno 1800: links die Trailer-Grafik, rechts die Retail-Grafik (lief bei mir nur auf »Mittel«)

Prä­si­dent Trump for­der­te per Twit­ter die To­des­stra­fe für al­le Mit­glie­der der Schwer­ver­bre­cher­ban­de, die Ent­schei­dung der Ge­schwo­re­nen fällt je­doch erst kom­men­den Diens­tag. Soll­ten wir es bis da­hin nicht ver­ges­sen, gibt es ein News-Up­date hier­zu. Für die Zu­kunft er­hof­fen wir uns je­doch, dass kom­men­de Ga­mes end­lich die Schön­heit er­hal­ten, die sie ver­die­nen! [Quel­le]

Neues Bezahlmodell für Online-Rennspiele vorgestellt

Ra­cing-Fans auf­ge­passt: Slight­ly Sad Stu­di­os kün­di­gen ein neu­es Be­zahl­mo­dell für ih­re be­lieb­te Renn-Sim iFac­tor Cor­sa an. In On­line-Mo­di trifft man häu­fig auf re­spekt­los ram­men­de Rü­pel, die ei­nem durch ih­re ag­gres­si­ve Fahr­wei­se ab­drän­gen, be­schä­di­gen und ver­lang­sa­men, und da­mit letzt­lich so­gar das Ren­nen und den Spaß ver­der­ben kön­nen. Um dies in Zu­kunft ver­hin­dern zu kön­nen, wer­den Be­schä­di­gun­gen nicht ein­fach nach Tur­nie­ren zu­rück­ge­setzt, son­dern müs­sen in ei­ner In­ga­me-Werk­statt re­pa­riert wer­den. Bei ei­nem Crash muss je­doch der Un­fall­ver­ur­sa­cher al­le Re­pa­ra­tur­kos­ten tra­gen! Selbst­ver­ständ­lich kann man na­tür­lich die Werk­statt nur mit Echt­geld­wäh­rung ver­wen­den, da­mit ein To­tal­scha­den auch rea­lis­ti­sche Schmer­zen ver­ur­sacht (zu­min­dest für die Geld­bör­se). Ver­kehrs­ex­per­ten spre­chen hier von ei­nem fan­tas­ti­schen Schritt, um klei­nen Kol­li­si­ons-Kid­dies das ver­ant­wor­tungs­vol­le Fah­ren bei­zu­brin­gen. Es ist näm­lich deut­lich si­che­rer, wenn sie jetzt ihr Ta­schen­geld ab­drü­cken, an­statt spä­ter als jun­ge Er­wach­se­ne im Kran­ken­haus lan­den.

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Gewalt in Computerspielen: Gehören solch schlimme Szenen bald der Vergangenheit an? [animiertes WebP, kein echtes GIF]

Ak­tu­ell gibt es noch ein paar klei­ne­re Pro­ble­me, so kann in ei­ni­gen we­ni­gen Fäl­len, be­son­ders bei Mas­sen­ka­ram­bo­la­gen, der fal­sche Spie­ler ver­ur­teilt wer­den, dar­an wird aber schon ge­ar­bei­tet. Ein wei­te­rer Nach­teil ist, dass man be­reits vor An­tritt ei­nes Ren­nens ge­nü­gend Geld ein­ge­zahlt ha­ben muss, um theo­re­tisch für die to­ta­le Zer­stö­rung al­ler be­tei­lig­ten Wa­gen bür­gen zu kön­nen. Hier soll aus­ge­bes­sert wer­den, in­dem man spä­ter ein­fach sei­ne Kre­dit­kar­ten­num­mer als Pfand an­ge­ben darf. All das kommt auch über­ra­schend gut bei der Mehr­heit der Com­mu­ni­ty an – klar, ei­nen auf­schrei­en­den Teil ar­mer Würst­chen wird es im­mer ge­ben – ein­zig die Tat­sa­che, dass man auch für Ver­schleiß­erschei­nun­gen der Rä­der oder Auf­hän­gung auf­kom­men muss, er­schrickt vie­le Fah­rer. Die Ma­cher ver­si­chern aber, dass man sich dar­an recht schnell ge­wöh­nen wird und ja im­mer­hin nicht für Ben­zin ge­blecht wer­den muss. Wir war­ten so­lan­ge ge­spannt auf den Sprit-DLC und hof­fen, dass es in Zu­kunft für solch krea­ti­ve Fi­nan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten ei­ne Aufwer­tung in den Re­views ge­ben wird. [Quel­le]

Mann findet HDD mit Bitcoin-Millionen wieder, AMD zerstört Bitcoin(s)

Letz­ten De­zem­ber dürf­ten vie­le von euch auf die News über den Bri­ten ge­sto­ßen sein, der vor Jah­ren 7500 Bit­coins weg­warf, heu­te da­mit je­doch Mul­ti­mil­lio­när hät­te wer­den kön­nen. In ei­nem schier aus­sichts­lo­sen Ver­such die Fest­plat­te wie­der­zu­fin­den, wur­de sich flei­ßig durch den Dreck der da­mals zu­ge­schüt­te­ten Müll­de­po­nie ge­bud­delt und tat­säch­lich, die Plat­te konn­te jüngst ge­bor­gen wer­den! Mit ei­nem Sa­ni­täts­hub­schrau­ber wur­de sie schnellst­mög­lich zur nächs­ten IT-Zen­tra­le ge­flo­gen und in der dor­ti­gen In­ten­siv­sta­ti­on be­han­delt. Äu­ßer­lich war die Pa­ti­en­tin in ei­nem sehr schlech­ten Zu­stand, doch die in­ne­ren Me­cha­ni­ken schie­nen nicht all­zu stark be­schä­digt wor­den zu sein. In ei­nem lang­wie­ri­gen Wie­der­be­le­bungs­akt, konn­te ihr Herz schließ­lich zum Ro­tie­ren ge­bracht wer­den. Da­mit soll­te das Schlimms­te über­stan­den sein und die Ge­be­te ih­res So­lid-Sta­te-Man­nes wa­ren nicht ver­ge­bens!

Die bes­ten Soft­ware-Chir­ur­gen mach­ten sich schließ­lich an die Da­ten­re­kon­struk­ti­on und tat­säch­lich, vor­ges­tern wur­de uns von of­fi­zi­el­ler Sei­te mit­ge­teilt, dass die Re­boot-OP er­folg­reich und oh­ne Blue­screen ab­ge­schlos­sen wer­den konn­te. Für die Pa­ti­en­tin folgt nun nur noch ei­ne Wo­che Bett-Stand­by be­vor ihr glück­li­cher Be­sit­zer die Bit­coins für meh­re­re Mil­lio­nen ver­kau­fen kann. Huch… äh, ei­nen Mo­ment… ernst­haft? … E-Ent­schul­di­gen Sie die kur­ze Un­ter­bre­chung, die Er­eig­nis­se über­schla­gen sich hier ge­ra­de, wie mir so­eben mit­ge­teilt wur­de, sind Bit­coins jetzt nichts mehr wert!

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Die Ge­schich­te er­scheint selbst mir fast wie er­fun­den, ist aber die Wahr­heit. Fol­gen­des: Hard­ware­her­stel­ler AMD hat­te in den letz­ten Mo­na­ten ei­nen er­heb­li­chen Um­satz im Gra­fik­kar­ten­sek­tor er­wirt­schaf­tet, da die GPUs be­son­ders ger­ne zum »Mi­ning« von Kryp­to­wäh­run­gen ver­wen­det wer­den. Der ex­tre­me An­drang sorg­te da­für, dass die Kar­ten für uns Spie­ler fast im­mer aus­ver­kauft oder nur zu über­trie­be­nen Prei­sen ver­füg­bar sind. Selbst auf die deut­lich un­ter­le­ge­nen NVIDIA-Mo­del­le stürt­z­ten sich die Mi­ner mitt­ler­wei­le. So weit, so un­span­nend. In­ter­es­sant wird jetzt erst, dass AMD für sol­che Fäl­le spe­zi­el­le Vor­be­rei­tun­gen ge­trof­fen hat.

Schein­bar wur­de ein ge­woll­ter »Feh­ler« im­ple­men­tiert. Die­ser blieb je­doch un­ent­deckt, da er in­ak­tiv schlum­mer­te. So­bald schließ­lich die BIOS-Uhr 00:00:00 am 31.03.2018 an­zeigt, wird der Feh­ler ak­ti­viert. Das ein­zi­ge was hier je­doch ver­ur­sacht wird, sind Be­rech­nungs­feh­ler beim Mi­nen, die den ei­gent­li­chen Wert mit 2^11 (2048) di­vi­die­ren. Dies soll­te erst ein­mal nichts schlim­mes sein, da im­mer un­zäh­li­ge Rech­ner an ei­nem Coin »hashen« und dann Fehl­be­rech­nun­gen durch ei­nen Mehr­heits­be­schluss er­ken­nen kön­nen. Lei­der sind al­le Fu­ry-, Po­la­ris- und Ve­ga-GPUs be­trof­fen, wel­che zu­min­dest bei Ethe­re­um zu­sam­men die Mehr­heit der schür­fen­den Kar­ten aus­ma­chen. Da­durch wur­de dann auch das feh­ler­haf­te Er­geb­nis als ei­gent­li­che Wahr­heit an­ge­se­hen, dies nennt man ei­ne »51%-At­ta­cke«. Ins­ge­samt wur­den »nur« Trans­ak­tio­nen im Be­reich von et­was mehr als zehn Pro­zent des ge­sam­ten Ether-Vor­ra­tes und we­ni­ger als ein Pro­zent al­ler Bit­coins ver­nich­tet, be­vor das Fehl­ver­hal­ten groß­flä­chig auf­fiel. Da je­doch Un­ge­wiss­heit herrscht, ob die Gra­fik­kar­ten je­mals wie­der rich­tig schür­fen kön­nen, und be­son­ders das ver­lo­re­ne Ver­trau­en in die Si­cher­heit sol­cher Wäh­run­gen, führ­te zu ei­nem glo­ba­len Ein­bruch jeg­li­cher Cryp­to­cur­ren­ci­es!

Aber Ach­tung, aus Spie­ler­sicht muss man sich kei­ne Sor­gen ma­chen, die­ser Feh­ler tritt bei kei­ner Of­fice- oder Spie­le­an­wen­dung auf. Man dürf­te sich so­gar freu­en, da Kar­ten nun bald wie­der be­zahl­bar sein wer­den. Mi­ner sind hier je­doch stark ver­är­gert, AMD weist sie je­doch auf die ei­ge­nen AGBs hin, dort wird – leicht abs­trakt – von solch ei­nem Sze­na­rio ge­spro­chen und klar ge­macht, dass dies rech­tens ist. Tja, wer ließt denn auch schon AGBs, ich hab selbst durch das Klein­ge­druck­te mei­ne bei­den Erst­ge­bo­re­nen als Til­gung ab­drü­cken müs­sen… na ja, kom­men wir lie­ber zur letz­ten Mel­dung. [Quel­le]

GameStar bestohlen, Imitatoren aufgetaucht

Vor ei­ni­ger Zeit sind un­se­re In­ves­ti­ga­ti­vjour­na­lis­ten auf ei­nen You­Tube-Ka­nal na­mens »Game­Pro« ge­sto­ßen, des­sen Vi­de­os ein­fach ge­stoh­le­ne Reu­ploads des Game­Star-Con­t­ents sind! Es fin­den sich dort nicht al­le Clips, ver­mut­lich wur­den nur die ge­winn­ver­spre­chends­ten her­aus­ge­pickt. Im­mer­hin blei­ben die Views meist un­ter tau­send Stück und au­ßer­dem lau­fen die Vi­de­os bloß mit 30 statt 60 fps und das Bild ist eben­falls nur hoch­ska­lier­tes 4K.

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links die Betrüger, rechts GameStar​

Al­le von uns über­prüf­ten Vi­de­os wa­ren ein­deu­ti­ge Ko­pien (im obi­gen Screen­shot durch­ge­stri­chen), samt Thumb­nail und Über­schrift. Ei­ne Aus­nah­me macht »Hal­lo, Na­ta­scha!«, zum ei­nen wur­de der Per­son im Ti­tel ein­fach ein er­fun­de­ner Nach­na­me an­ge­hängt, zum an­de­ren än­der­te sich das Vor­schau­bild. Die­ses zeigt nun nur noch ei­ne Per­son (wir ver­mu­ten, dass es sich hier­bei um Na­ta­scha B. han­deln könn­te) im Ge­gen­satz zu den bei­den Leu­ten im Ori­gi­nal (höchst­wahr­schein­lich um ei­ne Ver­wechs­lung zu ver­mei­den). Au­ßer­dem wur­de das Ga­me­Star-Lo­go aus dem Hin­ter­grund ent­fernt und durch das der Be­trü­ger er­setzt. Des Wei­te­ren kann man fest­stel­len, dass »Ga­me­Stars 2017« in »Gam­ePos 2017« um­be­nannt wur­de (das mit dem Po ist wohl nur ein ver­ges­se­nes »r«), je­doch die zu­ge­hö­ri­ge Gra­fik nicht an­ge­passt wur­de (wir den­ken, dass dies die Pho­to­shop-Skills der Fäl­scher über­stieg).

Vor rund drei Mo­na­ten hat un­ser Team dann in den Kom­men­tar­be­rei­chen je­ne An­schul­di­gung­en kund­ge­tan. Die­se wur­den von den Be­trei­bern lei­der schnell wie­der ge­löscht, seit­her gab es aber auch kei­ne neu­en Uploads mehr! Das dach­ten wir zu­min­dest, vor zwei und vor ei­ner Wo­che wur­de wie­der je ein ge­klau­tes Vi­deo ver­öf­fent­licht. Dies sporn­te un­ser Team zu wei­te­ren Er­mitt­lun­gen an. Ein In­for­mant wies uns dar­auf hin, dass die Die­be nun so­gar ei­ne gleich­na­mi­ge Web­sei­te be­trei­ben. Schaut man sich de­ren News et­was ge­nau­er an, merkt man auch hier, dass es ein­fach nur Co­py&Pas­te-Klo­ne der Ga­me­Star-Mel­dun­gen sind. Das De­sign wur­de eben­so fast iden­tisch nach­ge­baut (die Start­sei­te so­gar schö­ner). Wir er­tap­pen sie je­doch bei ei­nem rie­si­gen Schnit­zer: dem Im­pres­sum!

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Es fällt di­rekt auf, bei »Ju­gend­schutz­be­auf­trag­ter« wur­de oben das hin­ters­te »t« ver­ges­sen. Auf den zwei­ten Blick ste­chen die An­fangs­buch­sta­ben der Nach­na­men her­vor, sie er­ge­ben die ein­deu­ti­ge Nach­richt: »FA­KE«! Bei die­sen Wor­ten kann es ei­nem nur eis­kalt den Rü­cken hin­un­ter­lau­fen und un­se­re an­fäng­li­chen Be­fürch­tun­gen schei­nen sich nun noch zu ver­schlim­mern.

Auf Wi­ki­pe­dia fin­den wir wei­te­re Puz­zle­tei­le. Über das ech­te, 1989 ge­grün­de­te Game­Pro steht dort näm­lich: »On No­vem­ber 30, it was an­noun­ced that Game­Pro as a web­site would be shut­ting down on De­cem­ber 5, 2011. Game­Pro then sold its DNS-Ser­vers on an auc­tion.« Die­se Ser­ver schei­nen al­so da­mals in die fal­schen Hän­de ge­fal­len zu sein und er­laub­ten es den Be­trü­gern ih­re ei­ge­ne Game­Pro-Sei­te zu hos­ten – wie un­ver­schämt!

Mo­ti­viert von den neu­en Ent­de­ckun­gen, schaff­te es un­ser Ha­cker­team über den Quell­text des Kon­takt­for­mu­lars an ei­ne E-Mail­adres­se der Be­trei­ber zu ge­lan­gen. Er­neut bom­bar­dier­ten wir sie mit al­len ge­fun­de­nen An­schul­di­gun­gen und ba­ten um ei­ne Stel­lung­nah­me. End­lich wur­de re­agiert: »Was? Ich weiß nicht wo­von Sie spre­chen.« Ganz klar wol­len die al­so die Wahr­heit ver­tu­schen – ein­fach ah­nungs­los tun, sehr bil­li­ge Tak­tik. Spä­te­re An­fra­gen wur­den ein­fach igno­riert, ein ein­deu­ti­ges In­diz al­so, dass sie or­dent­lich Dreck am Ste­cken ha­ben! Die ein­zi­ge Än­de­rung die wir be­wir­ken konn­ten, bleibt das kom­men­tar­lo­se Ver­bes­sern des Ju­gend­schutz­be­auf­trag­ter-Schreib­feh­lers (das In­ter­net ver­gisst je­doch nichts). Al­le wei­te­ren Un­ter­su­chun­gen über­las­sen wir der Kri­po. [Quel­le]

Nur noch ein­mal zur Klar­stel­lung, das über die Game­Pro soll le­dig­lich ein Scherz sein, al­so ei­gent­lich ist es der kom­plet­te Bei­trag, aber die­ser Ab­schnitt ganz be­son­ders! Und Dan­ke an San­dro, für das Än­dern des Im­pres­sum-Tipp­feh­lers ;)