Key-Reseller: Wie meine Oma mit G2A reich wurde!!!

14 min

3.10.2016

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ODER: Ist G2A sch****?

Nach An­schul­di­gun­gen ei­nes In­die-Ent­wick­lers En­de Ju­ni 2016 stan­den Key­re­sel­ler in ei­nem schlech­ten Licht. Ei­ne »von Be­trugs­fäl­len ge­trie­be­ne In­dus­trie« wür­de von die­sen Sei­ten ge­för­dert wer­den und da­mit den Ent­wick­lern er­heb­lich ge­scha­det, G2A hat je­doch dar­auf re­agiert und Ver­bes­se­run­gen vor­ge­stellt – ihr kennt die Ge­schich­te.

Kurz da­nach ha­ben Coun­ter-Strike-Gam­bling­s­ei­ten das Auf­se­hen er­regt und um Re­sel­ler wur­de es still in den Me­di­en, ge­nau dar­um wer­fen wir heu­te – über drei Mo­na­te spä­ter – ei­nen kur­zen Blick auf die ak­tu­el­le Si­tua­ti­on bei dem wohl be­kann­tes­ten Spie­le­schlüs­sel-An­bie­ter. Nach­fol­gend wird euch mei­ne Groß­mutter (pro­fes­sio­nel­le Geld­dru­cke­rin seit über 88 Jah­ren) er­klä­ren, wie ihr selbst ganz ein­fach ei­ne Men­ge Koh­le mit Key­sel­ling-Sei­ten ver­die­nen könnt! (100%* si­cher** und ri­si­ko­frei***)

Was ist dieses G2A?

Wer ge­ra­de krampf­haft ver­sucht die Ab­kür­zung zu ent­zif­fern, dem sei hier­mit ge­hol­fen. G2A steht für… steht für… ähm… steht als Al­ter­na­ti­ve zum Steam-Store da. Die Spie­le wer­den am En­de trotz­dem über Steam ak­ti­viert (sel­te­ner auch bei Uplay, GOG, usw.), je­doch bie­ten die­se Keys nicht di­rekt die Her­stel­ler oder Steam, son­dern Zwi­schen­händ­ler an. Ge­ne­rell kann man Sei­ten wie G2A und den Kon­kur­ren­ten Kin­gu­in auch als Se­cond-Hand-La­den se­hen, nur nut­zen sich (un­ein­ge­lös­te) Spiele­keys nicht mit der Zeit ab.

Ge­ne­rell hät­te je­der mit we­ni­gen Klicks ei­nen Ac­count er­stellt ha­ben kön­nen um selbst Ga­mes zu ver­ti­cken. Hier steht be­wusst »hät­te ha­ben kön­nen« in der gram­ma­ti­ka­lisch kor­rek­ten Kon­junk­tiv-II-Plus­quan­tum­per­fekt-Ver­gan­gen­heits­form, denn dies war ein Kri­tik­punkt den sich G2A zu Her­zen neh­men woll­te und mitt­ler­wei­le ge­än­dert hat. Ein neu­er Ver­käu­fer muss erst sei­ne Te­le­fon­num­mer prü­fen las­sen (um von be­ein­dru­cken­den An­ge­bo­ten di­rekt über das Fest­netz zu er­fah­ren) und ei­nen So­cial-Me­dia-Ka­nal ver­lin­ken (um auf Face­book und Co. für sei­ne Keys und na­tür­lich G2A selbst zu wer­ben). Wer, wie mei­ne wei­se Groß­mutter, schon ei­nen Ac­count be­sitzt, be­nö­tigt die­se Ve­ri­fi­ka­ti­on nicht. Um aber mehr als 10 Schlüs­sel ver­kau­fen zu kön­nen, muss man wie­der­um den Sup­port an­schrei­ben und de­ren Quel­len an­ge­ben.

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Neuanmeldung links \ Mehr-als-zehn-Schlüssel-Verkaufsoption rechts

Was ist G2A*Direct?

Das Pro­gramm ist seit dem 29. Ju­li die­sen Jah­res im Ein­satz und bie­tet Ent­wick­lern, ne­ben bis zu 10% Um­satz­be­tei­li­gung, vie­le loh­nen­de Vor­tei­le. Willst auch DU und dein Team da­von pro­fi­tie­ren, dann mel­det euch ein­fach per Mail an de­ve­lo­pers@g2ass.com und DU er­hältst noch heu­te dei­ne per­sön­li­che Gra­tis-Bro­schü­re! (nur di­gi­tal ein­seh­bar und nur so­lan­ge der Vor­rat reicht)

Beim ers­ten Be­such von G2A wur­de mir auf der Haupt­sei­te gleich von G2Assterisc­Di­rect mit­ge­teilt. Nach dem Klick auf die dor­ti­ge In­fo­box lei­te­te es mich nach g2a.com/g2adirect wei­ter. Hier das un­be­ar­bei­te­te Be­weis­fo­to (Okay, zwei Klei­nig­kei­ten sind ge­pain­tet, aber nicht die Ta­bel­le!):

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Tabelle: recht leer hier. Ob wohl kein Publisher mit denen arbeiten will oder wollen die bei G2A doch nicht 10% abdrücken?

Er­gän­zung: Nach rund ei­nem Jahr wur­de die Ta­bel­le doch end­lich ge­füllt, so­weit ich ge­se­hen ha­be, gibt es dort aber nur un­be­kann­te In­die­Ent­wick­ler/-pu­blisher. Na ja.

Egal, wie kommt man jetzt an Keys zum Verkaufen?

Um Keys auf G2A ver­kau­fen zu kön­nen, reicht es je­den­falls nicht sich ein­fach ein paar Zif­fern aus­zu­den­ken… Mo­ment, da mei­ne Groß­mutter noch nicht be­reit ist, geht es ge­schwind auf pass­wor­ds­ge­ne­ra­tor.net um sich ei­nen »Schlüs­sel« er­stel­len zu las­sen. Viel­leicht noch au­then­ti­sche Bin­de­stri­che ein­schie­ben und man kann sich ein Spiel auf G2A aus­su­chen und sei­nen Zu­falls­code da­zu an­bie­ten. Na ja, al­so be­vor es für po­ten­zi­el­le Käu­fer on­line geht, wird die­ser Key erst kon­trol­liert, da wird dann schon her­aus­kom­men, dass al­les nur aus dem Ge­ne­rat… halt! Ehe ich den Mund zu voll neh­me, se­he ich dies:

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Fake-Key: Keine Panik, noch ist ja nichts verkauft.

Heißt das G2A winkt grad Keys ohne Überprüfung durch?

Par­don, wie lau­tet dei­ne Fra­ge? Bin ge­ra­de ab­ge­lenkt, denn der Ran­dom-Key war ak­tu­ell bil­li­ger als die Kon­kur­renz und ist so­eben ver­kauft wor­den! Nun gut, spä­tes­tens der Käu­fer wird re­kla­mie­ren, dass Lim­bo nicht funk­tio­niert.

So­lan­ge er da­mit noch be­schäf­tigt ist, ge­hen wir ge­mein­sam ein paar Ab­sät­ze zu­rück; hier wur­de der Ver­gleich zum Se­cond-Hand-La­den er­wähnt, je­doch wird G2A viel häu­fi­ger (auch von ih­nen selbst) mit dem deut­lich nä­her­lie­gen­den eBay gleich­ge­setzt. Dank dem eBay-Käu­fer­schutz sind hier Kun­den bei den meis­ten Zah­lungs­op­tio­nen vor Be­trug ab­ge­si­chert. Da bei G2A eben­falls or­dent­lich Ab­ga­ben durch die An­zei­ge und den Ver­kauf an­fal­len, müss­te hier ein Käu­fer na­tür­lich auch ab­ge­si­chert sein… oder?

Doch plötz­lich wur­de mir ei­ne ne­ga­ti­ve Be­wer­tung ver­ab­reicht und un­ter­stellt ich hät­te ei­nen in­va­li­den Key in Um­lauf ge­bracht. War­um hat un­ser »Ver­suchs­ka­nin­chen« nicht erst Kon­takt auf­ge­nom­men? Frech­heit!

Nun gut, ich wer­de ihn jetzt kon­tak­tie­ren, sa­gen, dass al­les nur ein so­zia­les Ex­pe­ri­ment Prank war und er ge­fäl­ligst la­chen soll, aber auf je­den Fall so­fort ei­nen funk­tio­nie­ren­den Schlüs­sel be­kommt. Denn ich ha­be nicht um­sonst Lim­bo ge­wählt. Im Hum­ble Store konn­te man sich näm­lich vor ei­ner Wei­le Gra­tis-Keys da­zu si­chern und da ha­be ich gleich mal für ein paar Freun­de zu­ge­grif­fen. Noch or­dent­li­che drei Stück blie­ben über, al­so kann er ja ru­hig ei­nes hab… Au­gen­blick mal, kann es sein, dass man über­haupt kei­nen Kon­takt mit­ein­an­der auf­neh­men kann? Ach, und ei­nen Sup­port gibt es auch nicht für den Lim­bo-Käu­fer. Na ja, im­mer­hin wird mein Durch­schnitts­ra­ting erst nach zehn Vo­tings an­ge­zeigt.

— Das sanf­te Heu­len ei­ner schrul­li­gen Me­lo­die ist lei­se in der Fer­ne zu hö­ren. —

Was ist mit G2A Shield?

Na klar, für Käu­fer­schutz muss man ex­tra zah­len, wie un­ver­schämt, aber ein Eu­ro pro Mo­nat ist doch nicht viel.g2a3.png Al­so gleich mal aus­pro­bie­ren; zu­erst ein teu­re­res und bei der Ge­le­gen­heit auch tren­di­ge­res Spiel aus­su­chen (aber nicht über­trei­ben, dop­pelt so wert­voll soll­te ge­nü­gen), wie­der 15 zu­fäl­li­ge Zif­fern ge­ne­rie­ren und dann ein­fach hof­fen der Nächs­te hat Shield ak­ti­viert. Der zwei­te Fa­ke-Key wird durch­ge­winkt, mitt­ler­wei­le nichts Neu­es, nun auch ge­kauft, ah, und end­lich kommt die Be­schwer­de des Käu­fers, da­mit hat er wie er­war­tet Shield ak­ti­viert!

Mein Schlüs­sel soll nicht funk­tio­nie­ren, pah. Ich ha­be nun 72 Stun­den Zeit dar­auf zu re­agie­ren, als Ant­wort könn­te ich zum Bei­spiel wäh­len, dass ich ihm ei­nen Er­satz ge­be oder die Be­stel­lung kom­plett zu­rück­neh­me. Da wir aber ger­ne den Sup­port er­we­cken möch­ten, tue ich un­schul­dig und wäh­le die Op­ti­on der Käu­fer soll doch bit­te ge­fäl­ligst den Key noch­mal auf Steam pro­bie­ren. Hier­bei ver­knüpft G2A auch gleich die PDF »Steam-Key-Ak­ti­vie­rung für Voll­pfos­ten«.

In ei­nem op­tio­na­len, auf 300 Buch­sta­ben be­grenz­ten Feld, kann man auch noch ei­nen Kom­men­tar an­fü­gen, hier wird aber auch gleich dar­auf hin­ge­wie­sen, kei­ne E-Mail­adres­se oder sons­ti­ge Kon­takt­mög­lich­keit an­zu­ge­ben, dies wür­de eh nur her­aus­ge­fil­tert wer­den. Nach die­ser Ant­wort ist es aber auch trotz Shield nicht mög­lich un­se­ren Kun­den Nu­me­ro 2 zu er­rei­chen und ihn in den Plan ein­zu­wei­hen, G2A ist wohl kein Freund der Kom­mu­ni­ka­ti­on.

Recht so, 2 Ta­ge müs­sen wir jetzt höchs­tens war­ten, das ist die Frist die nun un­se­rem ar­men Schild­jun­gen blei­ben. Er wird sein Geld da­nach aber höchst wahr­schein­lich so­fort zu­rück­be­kom­men. Was uns wäh­rend­des­sen ins Au­ge springt ist der ge­zahl­te Be­trag von 2,78€, die­ser ist – falls ich mich nicht ver­rech­net ha­be – 56ct teu­rer als er ur­sprüng­lich an­ge­bo­ten wur­de. Dies be­deu­tet mein Gar­ry’s Mod An­ge­bot wur­de als so­ge­nann­te »Selec­ted Of­fer« ganz oben auf der Ver­kaufs­sei­te an­ge­zeigt. Der zu­falls­ge­ne­rier­te Pro­dukt­key wur­de al­so auch noch be­wor­ben (wo­bei na­tür­lich die 56 Zu­satz-Cent bei G2A ver­blei­ben). Zu­sätz­lich dürf­te an­ge­zeigt wor­den sein, wie vie­le an­de­re Leu­te sich ak­tu­ell die­ses Pro­dukt an­schau­en, da­mit man auch ja gleich zu­schlägt und nicht erst un­nö­tig lan­ge nach­denkt. Zeit ist ja be­kannt­lich Geld. Ne­ben­bei muss man sich 14 Ta­ge bis zur Gut­schrift der ver­kauf­ten Ar­ti­kel ge­dul­den.

Wie lang muss noch auf eine Antwort gewartet werden?

Schön, du bist ja im­mer noch da! Aber ei­ne Nach­richt kam noch nicht an und die 48 Stun­den sind schon rum. So­mit wur­de mir von G2A ei­ne Ge­winn­mail ge­schicktg2a4.png und be­stä­tigt, dass mein Schlüs­sel doch kor­rekt war, hab ich ja gleich ge­sagt. Shield hat dem Er­wer­ber so­mit hier nichts ge­nutzt.

Des Wei­te­ren wur­de ich mo­ti­viert an ei­ner Um­fra­ge teil­zu­neh­men um den Kun­den­be­treu­er und -sup­port zu be­wer­ten. Ko­misch, wo ich doch mit nie­man­dem von de­nen in Kon­takt ge­tre­ten bin.

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Umfrage: Nächste Bestellung? Das würde doch einen Einkauf meinerseits voraussetzten.

Be­vor jetzt ge­schrien wird, dass ja Wo­chen­en­de war (am Abend des 5.8. bis 7.8.) und der Käu­fer sel­ber schuld ist, wenn er mal zwei Ta­ge nicht am Rech­ner sitzt, ha­be ich es ge­ra­de mit dem nächs­ten Key er­neut ver­sucht und es aber­mals mit ei­nem Schild­trä­ger zu tun. Er­neut be­kom­me ich die Be­nach­rich­ti­gung des Re­so­lu­ti­on Cen­ters und er­neut wird mir 48 Stun­den spä­ter gra­tu­liert.

Bis heu­te ha­be ich noch kei­ne ne­ga­ti­ve Be­wer­tung von ir­gend­ei­nem der bei­den Käu­fer er­hal­ten. Ye­ah, G2A Shield, Ye­ah!

Wurde damit den Ent­wick­lern geschadet?

Wird Kri­tik an Re­sel­lern aus­ge­übt und dar­über in den Me­di­en be­rich­tet, be­schwert sich meist ein Pu­blisher dar­über, dass je­ne mit dem un­er­laub­ten Wei­ter­ver­kauf Pro­fit ein­strei­chen. Da mei­ne drei Kun­den hin­ge­gen kei­nen Pro­dukt­schlüs­sel zu ir­gend­wel­chen Spie­len er­wor­ben ha­ben, son­dern ran­do­mi­sier­te Zah­len und Buch­sta­ben er­hiel­ten, trifft dies nicht zu. Le­dig­lich die­sen Er­wer­bern wur­de ge­scha­det, in­dem sie Geld an G2A und be­son­ders de­ren Shield oh­ne Ge­gen­leis­tung ge­zahlt ha­ben.

Glei­ches gilt, wenn man ei­nen le­gi­ti­men Pro­dukt­schlüs­sel an­bie­tet und die­sen ein­fach selbst schon ver­wen­det hat. Ein Schild wird hier er­neut nichts nüt­zen. Zu­min­dest hof­fe ich, dass sich we­nigs­tens mei­ne bei­den mit dem zu­sätz­lich ge­zahl­ten Käu­fer­schutz et­was ver­arscht vor­kom­men und da­nach nun G2A mei­den. Vor­her soll­ten sie aber na­tür­lich nicht ver­ges­sen Shield zu de­ak­ti­vie­ren, an­sons­ten zah­len sie end­los. We­nigs­tens ist dies schnell er­le­digt *HUST*

Je­doch wird man auf die­se Ent­wick­ler­freund­li­che Be­trugs­ma­sche schnell an Gren­zen sto­ßen, da man nicht nur ne­ga­ti­ve Re­views ern­ten soll­te und ver­mut­lich auch ein paar Screen­shots be­ar­bei­ten müss­te, um über­haupt mehr als zehn Mal zu ver­kau­fen.

— Die ent­fern­ten Ge­räu­sche (Si­re­nen?) wer­den lang­sam im­mer grel­ler und auf­dring­li­cher. —

Wann kommt denn deine Oma?

Na wenn man vom Teu­fel spricht, hier ist sie:

Hallöchen, ihr dürft mich Großmutti nennen. Ich werde heute endlich auspacken und jedem von euch damit ermöglichen mindestens 18.471€ im Monat mit G2A und Kinguin zu erwirtschaften, steuerfrei versteht sich. Aber einen kleinen Investitionsbetrag benötigt ihr natürlich, denn im ersten Schritt müsst ihr eine Kreditkartennummer erwerben (nicht eure eigene!). Also schaut man sich auf dem AlphaBay Market oder ähnlichen Seiten um und holt sich eine für ein paar Dollar. Achtung, das Dark Net könnt ihr nur mit Tor betreten, ich hoffe ihr wisst wie das geht… man, Männer und Technik, tse. Damit könnt ihr nun auf beispielsweise irgendwelchen Bundleseiten originale Keys kaufen. Manchmal hab ihr leider einfach Pech und die Fieslinge merken rechtzeitig, dass es eine gestohlene Karte ist, aber lasst euch davon nicht unterkriegen.

Nun müsst ihr diese Schlüssel einfach auf den Reselling-Seiten zum günstigsten Preis anbieten und irgendwelche nichtsahnenden Sparfüchse werden euch die schon aus den Händen fressen. Bis die Publisher von den Kreditkartenfirmen das Geld wieder abgenommen bekommen, chillt ihr schon auf eurer Privat-Yacht. Selbst wenn, wie damals bei Ubisoft und Far Cry 4, die Keys nachträglich ungültig geschalten werden, müsst ihr ja nun eh keine Angst mehr vor G2A Shield und deren Support haben – da hatte mir im Gegensatz zu denen ja mein Ex öfters geantwortet. Außerdem haben kleine IndieEnt­wick­ler nicht die nötigen Mittel, um einfach alle einzelnen betrügerisch-gekauften Schlüssel zu identifizieren.

Natürlich könnt ihr auch im Steam Store ein Spiel als Geschenk kaufen und dann über die Verschenken-Option im Inventar einfach auf G2A anbieten. Sobald es verkauft wurde könnt ihr die Bestellung stornieren und Steam wird dieses Gift beim Empfänger einfach deaktivieren. Hier ist lediglich wieder die Wahrscheinlichkeit merklich höher eine schlechte Bewertung einzustecken.

Aber Großmutti, wie kannst du nur so gemein sein?

Ent­schul­di­gung, aber ich bin es wie­der, der En­kel. Sie kann lei­der nicht ant­wor­ten, da ich die­se hin­ter­häl­ti­ge He­xe ge­ra­de in den Ofen ge­sto­ßen ha­be. Ich möch­te euch je­doch war­nen, falls ihr ge­ra­de ne­ben­bei eu­ren G2A-Wah­ren­korb be­füllt, auch wenn die Keys in 99% der Fäl­le funk­tio­nie­ren oder so­gar man­che da­von le­gal be­zahlt wur­den, stam­men die meis­ten nicht von ei­nem Mil­li­ar­där mit Lan­ge­wei­le, der die­se für den Voll­preis kauft und aus lau­ter Jux und Tol­le­rei viel bil­li­ger wei­ter­ver­kauft. Wur­det ihr beim Le­sen des Texts mei­ner Gruß­mutter sau­er, dann wisst ihr we­nigs­tens wel­chen Platz ihr mei­den soll­tet, an­sons­ten be­zahlt ihr die Fal­schen und ge­ra­de klei­ne Ent­wick­ler­stu­di­os wer­den sich zu­recht wei­ter­hin be­schwe­ren.

Der ein­gangs er­wähn­te Pro­test von Ti­ny­Build ist kein Ein­zel­fall. Schon To­tal­Bis­cuit hat­te vor Jah­ren das Kriegs­beil ge­gen G2A, Kin­gu­in und an­de­re Key­re­sel­ler aus­ge­packt. Und Ed Key, ei­ner der bei­den Ent­wick­ler des In­die-Ge­heim­tipps Pro­teus, zog hier den per­fek­ten Ver­gleich zu il­le­ga­len Down­loads:

»Der einzige Unterschied [zum Raubkopieren] besteht darin, dass sie (Kinguin) Geld kassieren für etwas das The Pirate Bay umsonst verteilen würde.«

Das heißt je­doch nicht, dass das an­de­re der bes­te Weg ist. Es ist klar, dass sich kaum je­mand al­le Spie­le di­rekt im­mer zum Voll­preis leis­ten kann, aber das ver­langt auch nie­mand von ei­nem.g2a6.png Durch den Boom der In­die­in­dus­trie gibt es nun un­zäh­li­ge Ga­mes, so dass Pu­blisher schon nach kur­zer Zeit ih­re Spie­le in Sa­les und Bund­les zu ex­trem güns­ti­gen Prei­sen her­aus­schmei­ßen, man dar­um lo­cker auf ein Lieb­lings­spiel zum Voll­preis spa­ren kann und al­les an­de­re In­ter­es­san­te frü­her oder spä­ter so­wie­so zum »G2A-Preis« be­kommt. Da­her ei­gent­lich nicht auf Re­sel­ler an­ge­wie­sen sein soll­te. Noch­mals, es kann nicht oft ge­nug ge­sagt wer­den, hal­tet euch fern von G2A und Kin­gu­in, die bei­de in Hong Kong re­gis­triert sind um recht­li­chem Är­ger und Steu­ern aus dem Weg zu ge­hen.

Dar­über hin­aus ver­bie­tet bei­spiels­wei­se Hum­ble Bund­le aus­drück­lich die dort er­wor­be­nen Pro­dukt­schlüs­sel ir­gend­wo wei­ter­zu­ver­kau­fen, denn im Ge­gen­satz zu ma­te­ri­el­len Gü­tern sind die­se Li­mi­tie­run­gen rechts­gül­tig, für ei­nen Ver­käu­fer ent­fal­len La­ger­hal­len, Ver­sand­kos­ten und Angst vor Be­schä­di­gung oder Ab­nut­zung der Spiel­e­li­zen­zen, da­her die­se Re­ge­lung. Nur in Deutsch­land herrscht ein Son­der­fall, hier ist – et­was über­spitz ge­sagt – die Tren­nung zwi­schen Di­gi­tal und Re­al (äqui­va­lent zur Kil­ler­spie­le­de­bat­te) kaum mehr als ein Un­ter­schied der Wör­ter. Als ös­ter­rei­chi­scher Le­ser wä­re der Ver­kauf von Bund­le­keys über G2A je­doch ei­ne Straf­tat.

Gibt es keine Alternative zur Vollpreis-Vorbestellung?

Vor die­ser Fra­ge soll­te erst ein­mal ge­klärt wer­den, wie der Preis auf Steam zu­stan­de kommt. Hier­bei ver­die­nen die Ma­cher für je­de über den dor­ti­gen Store ver­kauf­te Ko­pie ei­nen An­teil von 70%, gan­ze 30% des Gel­des be­hält Steam für sich. Die­ser Pro­zent­satz ist fix, in ei­nem Sa­le be­kommt al­so der Pu­blisher wei­ter­hin sie­ben Zehn­tel des re­du­zier­ten Prei­ses.

Über Steam­works hin­ge­gen kön­nen Ent­wick­ler und Pu­blisher Keys zu ih­ren Spie­len ge­ne­rie­ren und das so­gar gra­tis! Ei­gent­lich nichts Be­son­de­res, denn wenn sie die­se an be­kann­te You­tuber für Re­views und Gi­vea­ways ab­drü­cken er­wirt­schaf­ten sie da­mit nun auch über­haupt nichts. Dar­um ha­ben be­son­ders die mit­tel- bis AAA-gro­ßen Pu­blisher Stores un­ter ei­ge­nem Na­men über die sie ih­re Steam­works-Schlüs­sel an­bie­ten. Zu­sätz­lich ge­ben sie die­se je­doch noch an Re­tail-Händ­ler (di­gi­tal, so­wie in ei­ner Box) und Bund­le-Sei­ten wei­ter. Ach­tung, dies sind hier­mit autho­ri­sier­te Händ­ler, wäh­rend G2A als Key(re)sel­ler zu be­zeich­nen ist, der nicht weiß, ob ih­re an­ge­bo­te­nen Schlüs­sel wirk­lich funk­tio­nie­ren.

g2a7.pngWird al­so ein De­us Ex: Man­kind Di­vi­ded im Squa­re Enix On­line Store für 49,99€ an­ge­bo­ten, dann geht (fast) al­les an die­se Fir­ma. Neh­men wir ei­nen of­fi­zi­el­len, di­gi­ta­len Ein­zel­händ­ler, dann ver­dient das De­us-Ex-Team meist nur min­des­tens 70 Pro­zent die­ses Voll­prei­ses, al­so ge­rings­ten­falls so viel wie am di­rek­ten Kauf über Steam. Je­doch muss der Ver­käu­fer nicht auf 30 Pro­zent Ge­winn­be­tei­li­gung setz­ten, son­dern kann ei­nen kon­kur­renz­fä­hi­ge­ren, re­du­zier­ten Preis ma­chen. Da­mit wird al­so der Steam­s­to­re un­ter­bo­ten, oh­ne dass Squa­re Enix we­ni­ger ver­dient. Hat der Händ­ler gu­ten Kon­takt zum Pu­blisher, kann aber auch wirk­lich ein gu­ter Ra­batt er­reicht wer­den, wenn sich der Ent­wick­ler doch mit mi­ni­mal we­ni­ger Ein­nah­men zu­frie­den gibt um das An­ge­bot schließ­lich noch at­trak­ti­ver zu ma­chen. Am meis­ten ver­die­nen Pu­blisher aber na­tür­lich wei­ter­hin mit ih­rem ei­ge­nen La­den oder gleich ih­rem ei­ge­nen Down­load-Por­tal.

Woher weiß ich, ob ein Händler legitim ist?

Nur sel­ten ge­ben Pu­blisher an, wel­che Ein­zel­händ­ler zer­ti­fi­ziert sind (Ubi­soft ist bei­spiels­wei­se ei­ne der we­ni­gen Aus­nah­men). Und auch dann kön­nen je­ne die Schlüs­sel noch an wei­te­re Händ­ler ver­tei­len, was das gan­ze er­schwert. Green­Man­Ga­ming (GMG) war da­mals zu Wit­cher 3 Zei­ten stark in der Kri­tik, da sie ei­nen 22% Vor­be­stel­ler­ra­batt bo­ten (wo­bei die Re­ak­ti­on von CD Pro­jekt Red auch als PR-Ak­ti­on durch­ge­hen kann) und dann zu Re­lease nicht al­le Käu­fer ver­sorgt wer­den konn­ten. Da sie nicht in di­rek­tem Kon­takt zu den Po­len stan­den, konn­ten sie auch nicht ein­fach wei­te­re Schlüs­sel an­for­dern, ob­wohl die bis­her in Um­lauf ge­brach­ten Keys sau­ber wa­ren.

Ein sehr gu­ter Weg Be­trü­ger zu er­ken­nen ist je­doch der Preis. Da 70% des Voll­prei­ses nicht un­ter­schrit­ten wer­den kön­nen, soll­te man bei solch un­glaub­li­chem Preis et­was stut­zig wer­den. Mit der Fer­tig­stel­lung die­ses Blogs ha­be ich lei­der et­was ge­trö­delt, schau­en wir uns trotz­dem die ver­schie­de­nen Vor­be­stel­ler­prei­se (Stand Au­gust) zum ak­tu­el­len De­us Ex Teil an:

Über den Preis auf Kin­gu­in braucht man nicht mehr re­den; bei den obe­ren drei Kan­di­da­ten fin­den sich je­doch zu­sätz­li­che Ra­batt­gut­schei­ne leicht im Netz. MMO­GA müss­te al­so Ver­lus­te beim Ver­kauf von die­sem Spiel ma­chen!? Glei­ches gilt für den Händ­ler über G2A, ab­züg­lich des An­teils für das Ver­kau­fen des Pro­duk­tes auf G2A kann er nur Schul­den bei Squa­re Enix ma­chen (wenn sie denn ih­ren An­teil be­kom­men wür­den). Ach­tung, da oft­mals ei­ne Lü­ge dies­be­züg­lich her­um­kur­siert, er­wäh­ne ich es hier­mit deut­lich: Händ­ler be­kom­men kei­nen Men­gen­ra­batt von Pu­blishern, dies ist le­dig­lich ei­ne von G2A er­fun­de­ne Aus­re­de. Und mitt­ler­wei­le ist De­us Ex so­gar schon für 40% we­ni­ger als bei Steam zu ha­ben.

Deut­lich lo­gi­scher er­scheint da­ge­gen der Preis bei Ga­mes­ro­cket und Green­Man­Ga­ming. Hier ver­rin­gert sich ein­fach die ei­ge­ne Ge­winn­span­ne, das Ent­wick­ler­team wür­det ihr aber ge­nau­so gut un­ter­stüt­zen wie bei ei­nem di­rek­ten Kauf über Steam, ob­wohl ihr euch da­mit et­was Geld spart. Nur DLGa­mer macht et­was stut­zig, da sie hier nichts ver­die­nen wür­den. Un­ter­stel­len möch­te ich nichts, be­son­ders da das ope­rie­ren aus Québec für sie spricht, je­doch ist das Spiel dort ver­grif­fen und der Preis (zu­min­dest in Dol­lar) um gan­ze 35% re­du­ziert.

In der Hoff­nung die­ses Mys­te­ri­um zu klä­ren, ha­be ich Ga­li­leo den Sup­port von Squa­re Enix kon­tak­tiert. In ei­ner Ant­wort-Mail wird sich ent­schul­digt, ge­sagt, dass sie noch nie mit DLGa­mer ge­ar­bei­tet ha­ben und auf ei­ne Sei­te mit den of­fi­zi­el­len Ver­käu­fern hin­ge­wie­sen. Nur ist dort lei­der für die di­gi­ta­le PC-Ver­si­on le­dig­lich Steam und der Squa­re Enix On­line Store ver­linkt. Scha­de, da sie es ja auch im Hum­ble Store an­bie­ten (wie schon meh­re­re Spie­le-Pa­ke­te) ist die­se Lis­te un­voll­stän­dig.

Et­was deut­li­cher sind hier Bliz­zard und GOG, bei­de ar­bei­ten auch mit Pro­dukt­schlüs­seln (bei letz­te­rem sieht man die­se aber sehr sel­ten), je­doch ver­bie­ten sie den di­gi­ta­len Wei­ter­ver­kauf aus­drück­lich. Glei­ches gilt auch für In­ga­me-Ob­jek­te wie CS:GO Skins und FI­FA Coins. Ge­hen wir al­so auf Ga­mes­ro­cket und se­hen, dass man dort die neue WoW Er­wei­te­rung kau­fen kann, ist der La­den da­mit ei­ne il­le­ga­le Bu­de. Falsch! Zu­hö­ren, ich ha­be doch erst ge­sagt, dass Deutsch­land ei­ne Son­der­be­hand­lung be­kommt. Än­dern wir die Na­tio­na­li­tät auf bei­spiels­wei­se Fran­zö­sisch, ver­schwin­den die­se Spie­le. Ver­sucht man das­sel­be auch bei MMO­GA, wird man wohl lei­der ent­täuscht sein, hier han­deln sie in an­de­ren Län­dern wohl nicht be­son­ders ge­set­zes­treu.

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Kein WoW für Amerikaner \ Ausnahme des Vertriebes in Deutschland

Ein letz­tes deut­li­ches An­zei­chen ge­gen den Kauf ist das An­bie­ten von rus­si­schen Spiel­e­li­zen­zen. Auf Kin­gu­in be­kommt man den Hin­weis doch bit­te ei­nen so­wje­ti­schen VPN zu ver­wen­den um dar­über sein su­per güns­ti­ges Game oh­ne Pro­ble­me ak­ti­vie­ren zu kön­nen. Und auf eBay bie­ten ei­nem Leu­te ei­nen Ac­count mit dem Spiel an, wel­ches ur­sprüng­lich mit rus­si­scher Wäh­rung ge­zahlt wur­de. Hier fin­det sich Man­kind Di­vi­ded für die Hälf­te des nor­ma­len Prei­ses. Zu­dem ver­lei­hen Pri­vat­per­so­nen ih­ren Ac­count oder ver­kau­fen das mit De­us Ex ver­knüpf­te Pro­fil nach dem Durch­zo­cken ein­fach wei­ter. Al­les Din­ge für die man zwar eher vom Blitz ge­trof­fen wird als das Steam ei­nen er­wischt, man aber trotz­dem da­von Ab­stand hal­ten soll­te.

Was mach ich jetzt mit Keys die ich nicht selbst brauch?

Bie­ten Gra­fik­kar­ten­her­stel­ler zu­sätz­lich ein Gra­tis­cou­pon für ei­nen ak­tu­el­len Ti­tel an oder bin­det auch Ga­me­star Spie­le in ihr »Plus«-An­ge­bot ein, so be­kom­men die Ent­wick­ler hier deut­lich we­ni­ger. Den­noch wird da­mit er­reicht, dass ei­ner­seits Leu­te an ein Spiel kom­men, das sie wo­mög­lich nicht in­ter­es­siert hät­te und dar­auf­hin so­gar DLCs oder wei­te­re Tei­le der Rei­he kau­fen wer­den. Und an­de­rer­seits er­weckt der GPU-Schmied mehr In­ter­es­se für sein Pro­dukt. Küm­mert ei­nem die Ak­ti­on eher we­ni­ger, kann man ger­ne die­se Codes an Freun­de ver­schen­ken oder ge­gen Ga­mes aus ähn­li­chen Ak­tio­nen tau­schen.

Weil die­se Schlüs­sel hin­ge­gen nie für das Re­tail-Ge­schäft ge­dacht wa­ren und nur da­her so bil­lig bei­gelegt wer­den kön­nen, ha­ben die nichts auf G2A zu su­chen. Ge­nau­so we­nig wie ihr. Selbst ein ein­zel­ner Käu­fer könn­te euch als Ver­käu­fer trol­len, in­dem sich die­ser Shieldnut­zer aus­denkt eu­er in Wirk­lich­keit funk­tio­nie­ren­der Key sei in­va­li­de. Denn G2A be­hält es sich in den Nut­zungs­be­din­gen vor bei so ei­nem Fall ein­fach eu­er ak­tu­ell dort be­find­li­ches Gut­ha­ben ein­zu­zie­hen. Es scheint fast so, als dass von Fall zu Fall aus­ge­wür­felt wird, ob ge­ra­de Käu­fer oder Ver­käu­fer recht ha­ben.

Noch­mals zu­rück zu dem Kre­dit­kar­ten­be­trug, ob­wohl G2A sich be­müht nicht selbst die Fin­ger zu be­schmut­zen, hei­ßen sie doch je­ne Die­be ger­ne will­kom­men. Neue Maß­nah­men le­dig­lich ge­gen fal­sche Keys wer­den hier auch nichts hel­fen. In dem Ge­dan­ken bei­spiels­wei­se EA zu är­gern (weil das ge­wünsch­te Spiel schon wie­der ge­nau­so ist wie der letz­te Teil aus dem Vor­jahr) und da­her bei ei­nem Key­sel­ler zu­zu­grei­fen, ist nicht nur Falsch we­gen den schon ge­nann­ten Grün­den, son­dern scha­det auch se­riö­sen Ver­kaufs­platt­for­men. Wie ein You­Tuber von man­chen Händ­lern er­fah­ren hat, steigt die An­zahl der Käu­fe mit ge­stoh­le­nen Kre­dit­kar­ten ins Ex­or­bi­tan­te. Falls das nicht ge­merkt wird, ist das Pro­blem nun, dass das zu­ge­hö­ri­ge Bank­un­ter­neh­men bei dem »char­ge-back« des Gel­des ei­ne er­heb­li­che Ge­bühr ver­langt (ca. $30.000 bei 1341 Mal Na­tu­ral Selec­tion 2) und da­her ex­trem viel Auf­wand in das früh­zei­ti­ge Fil­tern von be­trü­ge­ri­schen Kar­ten­zah­lun­gen flie­ßen muss.

Ins­ge­samt be­lohnt man bei ei­nem sol­chen Kauf al­so G2A, den Händ­ler der den Pub­lish­er nicht be­zahlt und den ur­sprüng­li­chen Dieb der Kre­dit­kar­te. Hin­ge­gen ver­letzt man die Ent­wick­ler, de­ren of­fi­zi­el­le Ver­kaufs­par­ter und al­le loya­len Käuf… Ach was sa­ge ich da bloß, ist doch al­les er­lo­ge­ner Quatsch, kann halt nicht je­der glück­lich sein, bu­hu, mir doch egal, so­lan­ge die Keys doch funk­tio­nie­ren, ich will jetzt auch Schlüs­sel-Mil­lio­när wer­den und dea­le dar­um wei­ter­hin auf G2A, ha!

— Das Krei­schen der Si­re­nen ist in­zwi­schen ver­stummt, eben­so wie die qual­erfüll­ten Lau­te aus dem Ofen. Doch schon strahlt bei­ßen­des Blau­licht durch die ka­put­ten Kel­ler­fens­ter. Die in den Pfüt­zen re­flek­tie­ren­den Strah­len ver­schmel­zen zu ei­nem un­na­tür­li­chen, blen­den­den Riss, wel­cher die mond­lo­se Dun­kel­heit spal­tet. Un­zäh­li­ge dump­fe Schrit­te von schwer­be­waff­ne­ten Ein­hei­ten stamp­fen durch die Näs­se der Nacht, voll­endet in ei­ner be­ben­den Wucht, aus­ge­löst durch das nie­der­tre­ten ei­ner mas­si­ven Tür… mei­ner Tür. —

Ver­flucht! Sie kom­men auf mich zu. Wie konn­ten die mich fin­den, hat mei­ne Groß­mutter da drin­nen et­wa Emp­fang ge­habt? … Halt! – ich woll­te doch gar nichts Bö­ses ma­chen, ich bin doch un­schul…

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*, **, ***: Auf KEI­NEN Fall selbst ma­chen!!! Glei­ches gilt für jeg­li­chen an­de­ren Be­trug!